Gemeindeversammlung Gächlingen        Bericht von Andrea Iten
 

An der Rechnungsversammlung konnte Gemeindepräsident Ernst Hallauer 72 stimmberechtigte Bürger und Bürgerinnen begrüssen. Die zu behandelnden Geschäfte wurden von den anwesenden Stimmberechtigten ohne nennenswerte Diskussionen genehmigt.

In gewohnt kompetenter Manier führte Finanzreferent Willi Gretler zusammen mit seinen Amtskolleginnen und –kollegen die Versammlung durch die Laufende Rechnung. Das erfreulich gute Ergebnis mit einem Ertragsüberschuss von 143 060 Franken kam im Wesentlichen durch Mehreinnahmen der Multikomponentendeponie „Pflumm“, den besseren Steuereinnahmen und dem Finanzausgleich zustande.  Natürlich verstand es die Gemeinde Gächlingen auch in den letzten Jahren haushälterisch mit seinen finanziellen Möglichkeiten umzugehen. Das gute Ergebnis ermöglichte es der Gemeinde Abschreibungen im Bereich Strassenbau zu tätigen. Nicht desto trotz stehen der Gemeinde grössere Sanierungsarbeiten bevor. So befinden sich sämtliche Güterstrassen in einem sehr schlechten Zustand. Damit mit einer Mitfinanzierung bis zu 50% seitens des Bundes gerechnet werden kann, muss ein Gesamtkonzept erarbeitet werden. Ein weiteres Sorgenkind bleibt der marode Zustand des Wasserleitungsnetzes. Die Laufende Rechnung wurde ohne Gegenstimme angenommen.

Ebenso einstimmig wurde die Abrechnung des Generellen Entwässerungsplans (GEP) genehmigt. Ebenfalls ohne Gegenstimme angenommen wurde der Nachtragskredit von 70 000 Franken für die Erstellung des Trottoirs an der Bergstrasse.

Der Verkauf des „Wöschhüsli“ an der Dorfstrasse wurde zurückgestellt bis ein Quartier- und Verkehrsplan für das Quartier „im Nöörste“ und „Tolenwies“ bestehen.

Anschliessend beschäftigte sich die Versammlung mit der Fusion der Gemeinde Hemmental mit der Stadt Schaffhausen. Nachdenklich stimmte vor allem die Tatsache, dass die Zustimmung mit einem Stimmenmehr von lediglich 3 Stimmen zustande kam – was beinahe einem Losentscheid gleichkommt. Die Klettgauer Gemeinden, insbesondere Gächlingen, machen sich bei solchen Entscheiden natürlich entsprechend Sorgen über ihr Schicksal. Vor allem fühlen sich die Gemeinden von ihren Kantonsvertretern zu wenig ernst genommen – kurz gesagt: verraten und verkauft. Dies kam in einem Votum  deutlich zur Sprache, das dazu aufrief, bei den nächsten Kantonsratswahlen die Kandidaten gründlich unter die Lupe zu nehmen und zwar nach Gesinnung und nicht nach Parteifahne.

Mit dem Hinweis auf den Waldinfotag am Samstag, 31. Mai 2008, zum Thema Naturschutz und der Budgetversammlung am Donnerstag, 27. November 2008., konnte der Gemeindepräsident die Versammlung schliessen. A.I.