Gemeindeversammlung vom 24. Mai 2012 in Gächlingen                     Bericht von Marianne Näf
 

 

Sorgen mit dem Entsorgen

Seit Mitte Mai ist der Entsorgungsplatz Gächlingen nur noch beschränkt geöffnet. Grund ist einerseits, dass die Stelle des Gemeindearbeiters momentan nicht besetzt ist. Anderseits erhöht sich die gegenseitige Kontrolle der Besucher, wenn viele Gächlinger gleichzeitig ihren Abfall ordentlich entsorgen. An der Gemeindeversammlung bedauerten verschiedene Stimmbürger, dass sie auf die luxuriösen Öffnungszeiten verzichten müssen, zeigten aber auch Verständnis für den Weg des Gemeinderats. Mehr Härte gegen Abfallsünder würde gern gesehen.

Das Hauptgeschäft der Gemeindeversammlung war die Abnahme der Rechnung 2011, die einen Aufwandüberschuss von 72‘506 Fr. ausweist. 57 der 58 anwesenden Stimmberechtigten stimmten der sorgfältig geführten und überprüften Rechnung zu. Der Finanzreferent Willi Gretler zeigte sich erleichtert, dass die Gemeinde mit einem blauen Auge davon gekommen sei. Denn budgetiert war ein um 36‘000 Fr. höheres Defizit. Das Resultat verbesserte sich hauptsächlich durch Kostenverschiebungen innerhalb des Projekts „Sanierung Dorfstrasse“. Das blaue Auge bezog sich auch auf massive Kostenerhöhungen im sozialen Bereich, welche die Gemeinde kaum beeinflussen kann. Der Gemeinderat bemühte sich im vergangenen Jahr, das beste aus der angespannten Finanzlage herauszuholen und trotzdem die nötigen Investitionen zu tätigen. Für Gemeindepräsident Kurt Salvisberg ist klar, dass sich eine Erhöhung der Einwohnerzahl positiv auf die Dorfentwicklung auswirken würde, allein schon, um die Dorfschule zu erhalten.

Mit Blick auf die Zukunft wurde die Umzonung von drei Grundstücken aus der Landwirtschaftszone in die Wohn- bzw. Dorfzone mit einer Gegenstimme genehmigt.

Zu guter Letzt konnte der Gemeindepräsident dem scheidenden Präsidenten der Dorfkommission KAG, Peter Luginbühl, ein grosses Dankeschön überreichen. Es bleibt zu hoffen, dass er durch eine ebenso engagierte Persönlichkeit ersetzt werden kann. Auch für die Sitze von zwei zurücktretenden Gemeinderäten werden aktive Stimmbürger gesucht.