Gemischter Chor Gächlingen                                                                            Bericht und Bilder von Andrea Iten  
 

Wer hat an der Uhr gedreht?

Am Samstagabend, 20.November, lud der Gemischte Chor  Gächlingen zu seinem traditionellen Chränzli ein. Die vielen Besucher wurden mit Liedern und  Sketchen durch die vier Jahreszeiten geführt. „Mit wer hat an der Uhr gedreht?“ führte die Gäste von der einen Jahreszeit zur anderen. Eröffnet wurde der Liederreigen mit „Nach em Räge schiint d’Sunne“, „Tulpen aus Amsterdam“ und „Seasons in The Sun“ zum Thema Frühling. Natürlich durfte der passende Sketch „ Im Früelig do gohts uf de Rande“ nicht fehlen. Die Familie Toggenburger aus Gächlingen erprobt den neuen Gächlinger Randenturm, da der Siblinger Randenturm durch den Heimatschutz boykottiert wird. Der neue Randenturm ist natürlich Heimatschutz tauglich versenkbar und nur zu bestimmten Zeiten geöffnet. Passend zum Sommer sang der Chor den „ Siloballen Blues“, das „Bett im Kornfeld“ und den Sprechgesang „Urlaub“.  Im Sketch erlebte die Familie Toggenburger  alle Nöte einer Autofahrt von Gächlingen nach Basel an den Euroairport  mit Hilfe ihres GPS.  Zum Trost sang der Chor dem geplagten Familienvater „Probier’s  mal mit Gemütlichkeit“.

Die leicht melancholischen Lieder „Flieg nicht so hoch, mein kleiner Freund“, „Ich war noch niemals in New York“ und „ Te voici, vigneron“ führten in den in den bunten Herbst hinein. Mit den Tücken der Hausarbeit kämpften anschliessend die 3 Männer im Haushalt. Mit Hilfe von Google wurde ein Hemd gebügelt, Risotto con funghi  e grappa gekocht und der Boden aufgewischt.  Sehr zum Leidwesen der angetrauten Ehefrauen stellte sich der Risotto als Haferflöckli mit Pilzen und Grappa heraus, der Boden erlitt durch den Autowachs eine Farbveränderung und das Hemd  erhielt braune Flecken. Mit  dem Adventsjodler sang der Chor die Winterszeit ein. Es folgten „Drummer Boy“, „Mary’s Boy Child“ und „Weisser Winterwald“. Der Sketch rund um den Mumpfel brachte Vater Toggenburger die Mutter und die Tochter an den Rand der Verzweiflung, weil er jeden, ihm anvertrauten Mumpfel, an den falschen Mann oder Frau brachte.

Mit viel Applaus und viel Gelächter bedankte sich das Publikum für das abwechslungsreiche, fröhliche Programm.  Besonders die kurzen Szenen zwischen den Programmteilen, die speziell für Andreas Domnick, dem Dirigenten, gespielt wurden. Andreas Domnick verlässt nach 6 Jahren den Gemischten Chor. In diesen 6 Jahren reiste er mit seinem Auto immer am Montag von Freiburg im Preisgau nach Gächlingen. Diese Autofahrt  inspirierte zwei Altersheimbewohner  im Höllental jeden Montag Wetten abzuschliessen, ob der Fahrer wohl pünktlich oder verspätet durchbrause. Als herzliches Dankeschön für seinen Einsatz für den Gemischten Chor sang der Chor „Diese Zeit war schön“ und einen wunderschönen Mumpfel.

In der Pause und vor dem Programm  konnten sich die Besucher mit Braten und Kartoffelsalat oder einem feinen Stück Kuchen verwöhnen lassen. Begehrt wie immer war der Losverkauf  und die glücklichen Gewinner freuten sich über die schönen Tombolapreise. Nach dem Programm als musikalischer Abschluss des tollen Chränzli spielte René Gasser zum Tanz auf. A.I.
  

Bilder zum Vergrössern anklicken


Gemischter Chor 2010

Markus Kübler und Peter Luginbühl spielen den Sketch für Ihren Dirigenten

Auf dem Gächlinger Randenturm

Fam. Toggenburger auf der Fahrt zum Euroairport

Drei Männer im Haushalt

Der scheidende Dirigent Andreas Domnick