Schule Gächlingen

 

 Ein fast perfekter Mord        Bilder

In diesem Jahr wagten sich die Fünft- und Sechstklässler von Werner Suter an den anspruchsvollen Krimi „Das tödliche Orakel“. Mit Schwung und Humor spielten sich die jungen Schauspieler in die Herzen der Zuschauer.

Die beiden Erzählerinnen Jemima und Angela führten das Publikum zuerst in die verschiedenen Möglichkeiten, an Hand von Schattenspielen, eines perfekten Mordes ein. Dann erhielten die Zuschauer Einblick ins Familienleben der Familie Troll. Der kränkelnde Vater Peter, seine überbesorgte Frau Trudi, die etwas flippige Tochter Olivia und deren Verlobter Mattias leben wohlbehütet und ohne finanzielle Sorgen in ihrem schönen Heim. Doch eines Tages kehrt der Vater von einem Wirtshausbesuch nicht mehr nach Hause zurück und wird anderntags erstochen im Park aufgefunden. Natürlich wird der etwas schwächliche und von Schulden geplagte Mattias gleich verdächtigt und verhaftet. Die arme Mutter muss nach einem Zusammenbruch in die Klinik und so steht Olivia nun ganz alleine da. Wie durch Zufall findet die Tochter einen Brief von ihrem Vater, der darin seinen Selbstmord ankündigt. Doch der schlaue Inspektor Portmann und sein Gehilfe merken bald, dass dieser gefälscht ist.

Es kommt zur Gerichtsverhandlung, in der Mattias des Mordes angeklagt wird. Seine wehrhafte Verteidigerin Donnerblitz glaubt an seine Unschuld, ebenso sein Freund und Detektiv Heinz. Unerlässlich suchen sie Beweise für seine Unschuld. Als dann die Frau Trudi Troll in der Klinik vergiftet wird, zeigt sich bald, dass nicht der Verlobte, sondern die Tochter die Morde begangen hat. Vor deren Verhaftung kam es noch zu einer gruslig komischen gerichtsmedizinischen Untersuchung, die ihre Schuld eindeutig bewies. Und schuld daran waren das liebe Geld und die Liebe zu einer dubiosen Finanzgrösse im Ausland.

So bewahrheitete sich die dunkle Weissagung der Zigeunerin Sumira: „Die Gier wird übers Leben siegen, ihr eigenes Blut wird sie besiegen.“

Mit herzlichem Applaus bedankten sich die Zuschauer für die gelungene Aufführung, eine bessere Unterhaltung als mancher so genannte Krimi im Fernsehen, wie die Erzählerinnen zu Beginn angekündigt hatten. Das begeisterte Publikum belohnte die Schülerinnen und Schüler nicht nur mit begeistertem Applaus, sondern auch mit klingender Münze für die Klassenkasse.

Die Klasse von Werner Suter nahm stolze 1800 Franken ein. A.I.