«Fake News» aus Gächlingen Direct-Links

 

An beiden Abenden war die Mehrzweckhalle letzten Freitag und Samstag zum Bersten voll. Die vielen Zuschauer wollten sich am Chränzli des Turnvereins Gächlingen mit dem Motto „Fake News – Verzell kann Saach“ aus erster Hand aus der Gerüchteküche informieren lassen.

Gächlingen  Die Gächlinger Bevölkerung weiss es ja schon lange. Ihr Dorf ist zweifelsohne der Mittelpunkt des Klettgaus und hier brodelt die Gerüchteküche. Geschürt  wurden diese Gerüchte von Turner Stefan Vögeli und TV Präsident Kevin Weber mit Witzen und Sprüchen zwischen den turnerischen Darbietungen. Gemütlich sassen die beiden auf der Bank vor dem Gemeindehaus und diskutierten jedes Gerücht ausgiebig. Dabei blieb es aber nicht, da wurden aus den Gerüchten Visionen gesponnen – egal ob realistisch oder nicht. Witze, Sprüche, aber auch Seitenhiebe auf die Nachbarsdörfer oder gar auf das eigene Dorf  blieben nicht aus. Die einzelnen Nummern der Turnerinnen und Turner zeigten die Gerüchte oder Visionen auf vielfältige Weise. Erfreulich stark vertreten war an der diesjährigen Abendunterhaltung die Jugend des TV Gächlingen. Mit viel Geschick und Können eroberten sie das Publikum auf Anhieb.

Neubau Turnhalle, Autobahn, ETF 2031???

Den Anfang machten die Kleinsten des Turnvereins. Das Muki-Turnen ging dem Gerücht nach, ob es wirklich wahr ist, dass ein Gächlinger Bauer bei der Fernsehsendung „Bauer ledig sucht“ mitgemacht hat. Als Bauer oder Bäuerin verkleidet zeigten die zum Teil noch etwas schüchtern Mädchen und Buben mit ihren Müttern ihre Geschicklichkeit. Deutlich rasanter ging es dann beim zweiten Programmpunkt von «Jugi und Meitli klein» zu und her. Da wurde in Bauarbeitermontur mit Traktoren und Schaufeln wie wild gebaut – eine neue Turnhalle. Mit gekonnten Rollen, Räder, Hebefiguren und einer packenden Choreographie begeisterten die Jugendriegeler das Publikum. Von der Plausch-Aerobic Gruppe wurde die zum Glück nie realisierte Autobahn durch das Klettgau thematisiert. Mit schnellen Schrittkombinationen tanzten die Turnerinnen, den regen Verkehr auf der Klettgau Autobahn bis hin zum Autounfall. Schlag auf Schlag folgten die weiteren Programmpunkte. Da zeigten die «Jugi und Meitli gross» wie die Vision eines Eidgenössischen Turnfestes 2031 in Gächlingen aussehen würde. Mit einer rassigen Musik und toller Choreographie aus Tanz, Trampolinsprüngen und Bodenturnen zeigten die Mädchen und Buben ihr Können.

Die Gerüchteküche von Gächlingen hatte noch einiges zu bieten. Da wurde von den beiden Turnern auf der Bank vor dem Gemeindehaus auch vom Bau eines Freudenhauses gesprochen. Schwierig eine solche «Fake News»  auf die Bühne zu bringen. Die Frauen des Turnvereins zeigten dazu eine tolle, stielvolle Stufenbarrennummer – inklusive Strumpfband am Bein. Kaum hatten die Zuschauer dieses Gerücht verdaut, flogen bereits die Piloten durch die Lüfte. Die Vision von einem neuen grossen Flughafen im «Schmerlat» wurde hier aufgegriffen. Die TV Männer zeigten in Fliegermontur eine kombinierte Barren- und Trampolinnummer. Gekonnt wurden Handstände gestemmt oder Saltos gedreht.

Wetter, «Spünte», Gächlingen das Chläggi Zentrum

Bei den beiden «Säftlern» auf der Bank kam natürlich auch das Wetter zur Sprache. Mit diversen Bauernregeln oder Sprüchen leiteten sie zur spritzigen und volkstümlich angehauchten Nummer von Aerobic und TV weiter. «Dini Seel ä chli la bambälä la» wie die beiden «Playbacksänger» sangen, konnten die Zuschauer jedoch nicht. Die mitreissende Musik animierte zum kräftigen Mitklatschen. Ein weiteres Thema waren auch die Restaurants oder eben «Spünten» in Gächlingen. Als «Servierfröleins» zeigten die Meitli gross, dass sie nicht nur im Service perfekt sind, sondern auch am Stufenbarren und beim Bodenturnen. Den Abschluss des Programms machten die Aerobicgruppe gemeinsam mit den Turnerinnen und Turnern des TV. Mit einer Darbietung aus Aerobic und Hebefiguren zeigten sie mit einer super Choreographie Harmonie und Perfektion. Die beiden Philosophen auf der Bank vor dem Gemeindehaus kamen zu guter Letzt zum Schluss, dass hier in Gächlingen eben doch das Zentrum vom Chläggi ist. Für das Publikum war es ein abwechslungsreicher und mit zum Teil sehr guten Vorführungen ein toller, abwechslungsreicher Abend. (erü)

 

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